Medienreichweite: Unsere Argumente wurden schon 18 Millionen Mal gehört

Wir hören immer wieder, dass die Themen, für die wir mit so viel Leidenschaft eintreten, noch immer nicht in der breiten Öffentlichkeit angekommen sind. Das sehen wir etwas anders. Wir haben unseren Medienspiegel ausgewertet und können mit Stolz auf etwa 460 Medienbeiträge mit einer Gesamtreichweite von mehr als 18 Millionen Menschen verweisen. Im September 2016 haben wir mit der Erfassung aller Beiträge begonnen, in denen wir erwähnt werden. Die Tendenz ist stark steigend: In den vergangenen zwölf Monaten sind wir in mehr als 360 Beiträgen erwähnt worden. Das ergibt eine Reichweite von ca. 14 Millionen. Es könnte also jeder Mensch in Österreich schon zwei Mal von uns gehört haben.

Mit einem kleinen Team von sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und vielen Freiwilligen zeigen wir schon seit 2009, dass Zivilgesellschaft wirkt. Das tun wir nicht nur mit Stellungnahmen zu Gesetzesvorhaben und mit unseren Kampagnen, sondern auch mit kontinuierlicher Medienarbeit. Wir schaffen Medienereignisse, geben Interviews und sind schnell zur Stelle, wenn Journalistinnen und Journalisten eine Einschätzung zu neuen netzpolitischen Vorhaben brauchen. Wir verstehen es mittlerweile ganz gut, unseren Anliegen Gehör zu verschaffen.

Die meisten Erwähnungen online, die größte Reichweite im TV

Es ist nicht weiter überraschend, dass wir mit unseren Themen hauptsächlich Online-Medien erreichen. 320 von den 460 Vereinserwähnungen sind in Online-Artikeln zu finden. Im Fernsehen waren wir 32 Mal. Da Nachrichtensendungen im TV enorme Reichweite haben (ZiB1 mit durchschnittlich 850.000 Seherinnen), schlagen unsere Fernsehauftritte mit 7,3 Millionen zu Buche. Was die Themen betrifft, so liegt das Überwachungspaket klar vorne. Dieses war 267 Mal Thema. An zweiter Stelle liegt der Bundestrojaner (106 Beiträge), dicht gefolgt von der recht breit gefassten Kategorie "Datenschutz & Privatsphäre" mit 96 Beiträgen. Diese Kategorie hat in den letzten Wochen aufgrund der Berichterstattung über die EU-Datenschutz-Grundverordnung und unsere Kritik an der österreichischen Umsetzung stark aufgeholt.

Kein Selbstzweck

Die meisten Menschen erreichen wir in Österreich, aber auch in internationalen Medien in Deutschland, Frankreich, Portugal oder den USA sind wir vertreten. Gar nicht erfasst haben wir, wenn Positionen, die wir formulierten, dann von Parteien oder anderen Organisationen übernommen und medial präsentiert haben. Unser Ziel ist es die öffentliche und vor allem politische Debatte zu unseren Themen zu beeinflussen und der Zivilgesellschaft dabei eine Stimme zu geben. Mediale Reichweite ist für uns aber kein Selbstzweck. Wir lehnen auch Anfragen für Interviews ab, wenn wir zu dem Thema nichts Substantielles beizutragen haben.

Nur eine Annäherung

Uns ist schon bewusst, dass solche Berechnungen keine exakte Wissenschaft darstellen. Wir haben diese Übung gemacht, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was unsere Medienarbeit bringt. Dafür haben wir ein Modell entwickelt, bei dem wir Page Impressions für Webauftritte und Reichweiten (in Personen) addieren. Um die Page Impressions einschätzen zu können haben wir einige Online-Journalistinnen und -Journalisten gefragt, wie viele Zugriffe netzpolitische Artikel im Schnitt haben. Dabei sind wir auf einen Durchschnittswert von 20.000 gekommen. Den haben wir dann für "große" Online-Medien wie ORF.at oder DerStandard.at angewandt. Die anderen Medien haben wir eingeteilt in "mittel", "klein" und "sehr klein". Für sehr klein haben wir die Impressions mit einem Wert von 300 angenommen. Für TV war die Sache schon einfacher, da die Reichweiten für die Sendungen des ORF bekannt sind. Für die ZiB2 etwa liegt der Durchschnittswert bei 550.000. Für Radiosendungen gibt es solche Detailzahlen nicht. Da haben wir die Tagesreichweiten durch 24 Stunden geteilt. So kommt man bei Ö1 mit einer Tagesreichweite von 650.000 auf rund 27.000. Bei Printmedien haben wir angenommen, dass 15 Prozent der Leserinnen und Leser (laut Mediadaten) den Artikel auch wahrnehmen, in dem wir vorkommen. Eine Ausnahme haben wir bei Titelgeschichten gemacht. Da haben wir 100 Prozent angenommen. 

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… haben wir eine Bitte an dich. Für Artikel wie diesen analysieren wir Gesetzestexte, bewerten Regierungsdokumente oder lesen Allgemeine Geschäftsbedingungen (wirklich!). Wir sorgen dafür, dass möglichst viele Menschen sich mit komplizierten juristischen und technischen Inhalten befassen und auch verstehen, dass sie große Auswirkungen auf unser Leben haben. Diese Arbeit machen wir aus der festen Überzeugung, dass wir gemeinsam stärker sind als alle Lobbyisten, Machthabende und Konzerne. Dafür brauchen wir deine Unterstützung. Hilf uns, eine starke Stimme für die Zivilgesellschaft zu sein!

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