Das war 2018: Transparenzbericht veröffentlicht

Wie jedes Jahr, veröffentlichen wir auch 2019 um die Jahresmitte herum unseren Transparenzbericht für das vergangene Jahr. 2018 war für epicenter.works ein herausforderndes Jahr auf vielen Ebenen: Viele Themen, gegen die wir bereits in der Vergangenheit angekämpft haben, sind an unterschiedlichen Stellen wiedergekommen. Die Politik in Österreich hat unsere Arbeit intensiviert und das Arbeitsaufkommen vergrößert. Als Verein konnten wir im letzten Jahr dennoch wieder wachsen. 2018 konnten wir von 8 angestellten Personen und 2 PraktikantInnen auf 11 Angestellte und 4 PraktikantInnen wachsen, wobei nicht jedes Angestelltenverhältnis Vollzeit ist. Auf 40h-Stellen gerechnet bedeutet das ein Wachstum von 4,1 auf 5,3 Vollzeitstellen.

Mit Hilfe der Zivilbevölkerung, die den Großteil unseres Vereins finanziert, haben wir es geschafft, unsere Reichweite zu steigern, unseren Namen in Diskussionen einzubringen und hatten zudem viele gute Termine mit Parteien, Vertretern diverser Interessensgruppen und Vernetzungstermine mit anderen Organisationen.

Das Finanzielle

Wie im Transparenzbericht 2018 nachzulesen ist, wurden 2018 exakt 78,18% unserer Mittel aus Spenden generiert. 12,29% unserer Finanzierung lässt sich auf Förderungen (viele davon projektbezogen) zurückführen, 5,82% aus Sponsoring und nur 3,77% aus verrechneten Leistungen (z.B. bezahlte Vorträge). 

Wofür haben wir das Geld eigentlich verwendet? Das ist für viele wohl der spannendere Teil, ist aber auch ganz einfach erklärt:
52,68% unserer Gelder sind für Leistungen herangezogen worden, die statutarisch festgelegte Zwecke erfüllen sollen. 28,76% ging in die Verwaltung, 18,53% wurden zu Rücklagen zugeführt und nur 0,03% unseres Geldes haben wir für Spendenwerbung und Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben. In Summe beliefen sich die Gesamtausgaben des Vereins auf 377.755,46 Euro. 

Aufgeschlüsselt auf einzelne Organisationen waren 2018 unsere größten Sponsoren Mozilla mit 20.911 Euro, der Chaos Computer Club mit 15.000 Euro, Freewave mit 2.500 Euro, Proxmox mit 2.500 Euro, Business Data Solutions mit 1.000 Euro und CapriSys mit 1.000 Euro.

Die Medienpräsenz

Gegenüber 2017 konnten wir unsere Medienpräsenz im Jahr 2018 deutlich steigern. Wir haben eine Gesamtreichweite von 17,9 Millionen erreicht, wobei TV und Web bei uns die größten Faktoren in der Reichweite sind, allen voran der ORF, den wir 18 Mal besuchen durften, vier Mal davon in der ZIB1, die einen Marktanteil von ungefähr 43% hat. Wir wurden 379 Mal in Medien erwähnt, also ungefähr ein Mal pro Tag mindestens. Das Highlight bzw. die größte Reichweite hatten wir im April während der Kampagne "Stoppt das Überwachungspaket!". 

Öffentliche Auftritte und Highlights 

Immer wieder geben wir auch in der Öffentlichkeit abseits der Medien unsere Meinung zu Überwachung, Datenschutz und Privatsphäre kund. 2018 waren das insgesamt 79 Auftritte, davon waren 12 international, also nicht in Österreich. Den größten Anteil machen dabei Vorträge und Keynotes aus, an zweiter Stelle sind Podiumsdiskussionen und wir geben auch immer wieder Workshops. Vier Pressekonferenzen wurden von uns abgehalten und wir haben bei sechs Kundgebungen gesprochen. Wir sind also sehr umtriebig und versuchen, so viel wie möglich mit unserer Präsenz abzudecken.

Im vergangenen Jahr hatten wir 135 Public Affairs Termine, wovon 99 mit anderen Organisationen und Stakeholdern waren und 36 Termine mit politischen Parteien und Interessensvertretungen. Dort versuchen wir immer, die Interessen der Zivilgesellschaft zu vertreten und das Bestmögliche für die Gesellschaft rauszuholen.

Publikationen

Wenn wir nicht gerade irgendwo sprechen, dann schreiben wir. Immerhin haben wir 2018 zehn Stellungnahmen zu Gesetzen verfasst und eingereicht, zehn Policy Papers und offene Briefe geschrieben und 54 Blogposts veröffentlicht. 

Fleißig, fleißig

Wie man anhand der Zahlen unschwer erkennt, bemühen wir uns, die uns zur Verfügung stehenden Mittel so effizient wie möglich auszugeben, weshalb wir auf Werbung verzichten und das Geld lieber in inhaltliche Arbeit investieren. Mittelfristig planen wir, eine neue JuristInnenstelle zu schaffen.

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Der gesamte Transparenzbericht steht auf Deutsch und Englisch zum Download bereit.

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