Bundestrojaner

Die Demontage staatlicher Spionagesoftware

Der Zeitraum zwischen Terroranschlägen und der Präsentation unausgereifter Ideen für neue Überwachungsbefugnisse, die unsere Freiheit einschränken, wird immer kürzer. Im Fall des Bundestrojaners sind nach den schrecklichen Anschlägen von Brüssel im März 2016 nur neun Tage vergangen, bis das österreichische Justizministerium die Pläne für die Einführung staatlicher Spionagesoftware aus der Schublade holte. 
 

Cyberabwehrzentrum des AKVorrat ergänzt Leistungsschau des Bundesheers

Das heimische Bundesheer hielt am heutigen Nationalfeiertag seine alljährliche Leistungsschau ab. Da der Aspekt der digitalen Selbstverteidigung dabei zu kurz kam, eröffnete der AKVorrat inmitten des Geschehens ein Cyberabwehrzentrum, in dem er die Besucherinnen und Besucher der Leistungsschau darüber informierte, wie sie ihre Privatsphäre im Internet schützen können.

Bundestrojaner vor Justizministerium demontiert

Der AKVorrat hat heute gemeinsam mit Expertinnen und Experten des Chaos Computer Club Wien (C3W) einen Bundestrojaner in Form eines lebensgroßen Holzpferdes demontiert. Mit dieser Aktion fordern die beiden Organisationen das Justizministerium auf, die Pläne für den Einsatz staatlicher Spionagesoftware fallen zu lassen. Die grundrechtlichen und technischen Probleme, die ein derartiges Computerprogramm mit sich bringt, sind so schwerwiegend, dass sie auch durch Verbesserungen am Gesetzestext nicht lösbar sind.